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Schlaganfall

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Der Schlaganfall ist neben dem Herzinfarkt eine gefürchtete, gesundheitliche Notsituationen, die zu einem vorzeitigen Tod oder bleibenden Schäden führen kann. Wie Sie den Schlaganfall vorbeugen und welche Warnsignale Sie nicht ignorieren sollten, lesen Sie hier.

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Was ist ein Schlaganfall?

Ein Schlaganfall wird durch eine Durchblutungsstörung im Gehirn ausgelöst. Wird die Durchblutung in einer oder mehreren Gehirnregionen länger als 24 Stunden unterbrochen, wird dieses Areal des Gehirns nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt und droht somit abzusterben.

Die Folgen sind gravierend: Wird der Schlaganfall nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, führt er zu bleibenden Beeinträchtigungen wie Sprachstörungen, Sehstörungen oder Lähmungen oder sogar zum Tod. In der Fachsprache wird der Schlaganfall Apoplex genannt. Umgangssprachlich spricht man vom Schlaganfall, Hirninfarkt oder Hirnschlag.

Welche Arten von Schlaganfällen gibt es?

Es gibt verschiedene Arten von Schlaganfällen. Jede Art sollte ernst genommen werden.

Diese 4 Arten gibt es:

  • Ischämischer Schlaganfall: Bei diesem Schlaganfall handelt es sich um den „echten“ Schlaganfall. Er tritt auf, wenn die Gehirnfunktion für mehr als 24 Stunden eingeschränkt wird und Gehirnzellen durch die Unterversorgung absterben.
  • Transitorische ischämische Attacke (TIA): Ausgelöst wird die TIA durch ein blockiertes Blutgefäß im Gehirn, dass sich von selbst löst. Dauert die TIA länger als 24 Stunden, handelt es sich um einen „echten“ ischämischen Schlaganfall. Da eine TIA nicht von einem „echten“ Schlaganfall unterschieden werden kann, ist eine rasche medizinische Versorgung wichtig. Eine TIA führt zu keinen bleibenden Schäden.
  • Hämorrhagischer Schlaganfall: Bei einem hämorrhagischen Schlaganfall platzt ein vorgeschädigtes Blutgefäß im Gehirn. Eine solche Hirnblutung kann wie ein ischämischer Schlaganfall zu bleibenden Schäden oder zum Tod führen.
  • Stummer Schlaganfall: Bei einem stummen Schlaganfall wird nur wenig Hirnsubstanz zerstört oder es sind Gehirnregionen betroffen, die nicht für Bewegung oder die Sehfunktion verantwortlich sind. Der stumme Schlaganfall wird oft nicht einmal von den Betroffenen bemerkt. Ob ein stummer Schlaganfall stattgefunden hat, kann durch ein CT-Scan oder ein MRT des Gehirns im Nachhinein festgestellt werden.

Diese Warnzeichen sollten Sie unbedingt ernst nehmen

Je schneller Sie die Schlaganfall-Symptome erkennen, desto schneller können Sie einen Notarzt aufsuchen. Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute. Neben typischen Warnzeichen wie Lähmungserscheinungen, Sehstörungen und Sprechstörungen können vor allem bei Frauen unspezifische Symptome auftreten, die Sie dennoch ernst nehmen sollten.

Das sind häufige, ernste Warnzeichen bei Männern und Frauen:

  • Einseitig auftretende Lähmungserscheinungen, vor allem in Armen und Beinen
  • Herabhängender Mundwinkel oder Lähmung einer Gesichtshälfte
  • Sehstörungen bis hin zur vorübergehenden Blindheit
  • Sprachstörungen, beispielsweise undeutliche Sprache oder sinnlose Äußerungen
  • Störungen des Hörverständnisses
  • Plötzlicher Schwindel
  • Sehr starke Kopfschmerzen sind bei einem hämorrhagischen Schlaganfall häufig

Bei diesen unspezifischen Symptomen bei Frauen könnte es sich ebenfalls um die Anzeichen eines Schlaganfalls handeln:

  • Gliederschmerzen
  • Gesichtsschmerzen
  • Verwirrtheit
  • Übelkeit
  • Brustschmerzen
  • Schluckbeschwerden oder Atemnot

Mehr als die Hälfte der Schlaganfälle betrifft Frauen. Der Verlauf ist oft schlimmer, da der Schlaganfall durch die unspezifischen Symptome zu spät als solcher erkannt wird und Patientinnen im Durchschnitt älter sind als männliche Patienten.

Schlaganfall - Wissenswertes und vorbeugen mit ORBISANA

Sind Sie sich unsicher, ob eine Person einen Schlaganfall hat oder nicht, hilft Ihnen der FAST-Test der Stiftung Deutsche-Schlaganfall-Hilfesicher weiter. Treten eine oder mehrere dieser Symptome beim Betroffenen auf, zögern Sie nicht und wählen Sie die 112. Durch Ihre schnelles Handeln kann ein Gehirnschaden vermieden oder deutlich minimiert werden.

Der Fast-Test hilft dabei:

Face: Bitten Sie die Person zu lächeln. Sollte ein Mundwinkel herabhängen, könnte es sich um eine Halbseitenlähmung handeln.

Arme: Kann die Person die Arme nach vorne strecken und dabei die Handflächen nach oben drehen? Wenn nicht beide Hände gehoben werden können, ein Arm sinkt oder sich dreht, deutet das auf eine Lähmung hin.

Sprache: Lassen Sie den Betroffenen einen einfachen Satz nachsprechen. Treten dabei Sprachstörungen auf oder klingt die Stimme anders, deutet das auf einen Schlaganfall hin.

Time: Wählen Sie unverzüglich die 112 und schildern Sie die Symptome.

Diese Personen haben ein erhöhtes Schlaganfallrisiko

Bluthochdruck und Rauchen sind zwei bekannte Risikofaktoren für den Schlaganfall. Aber wussten Sie, dass auch eine Grippeinfektion, hormonelle Verhütung und eine Schwangerschaft oder kürzliche Geburt das Risiko eines Schlaganfalls erhöhen können?

Folgende weitere Faktoren sprechen außerdem für ein erhöhtes Risiko:

  • Bluthochdruck
  • Arteriosklerose
  • Herzrhythmusstörungen
  • Diabetes mellitus
  • Erhöhte Blutfettwerte
  • Übergewicht
  • Mangelnde Bewegung
  • Rauchen
  • Stress

Über 270.000 Menschen in Deutschland erleiden jährlich einen Schlaganfall. Über 55 Prozent davon sind Frauen, die mit durchschnittlichen 75 Jahren älter sind als Männer mit durchschnittlichen 69 Jahren. Die gute Nachricht lautet jedoch: Viele Risikofaktoren können Sie selbst meiden.

So beugen Sie einen Schlaganfall vor

Die schlimmsten Folgen eines Schlaganfalls können Sie verhindern, indem Sie die Symptome des Schlaganfalls schnell erkennen und medizinische Hilfe suchen. Besser ist es jedoch, dem Schlaganfall schon Jahre vor seinem Eintritt mit einer gesunden Lebensweise vorzubeugen. Über 70% der Schlaganfälle sind vermeidbar.

Beispielsweise durch eine gesunde, fettarme Ernährung, durch die Reduktion von Übergewicht und regelmäßige Bewegung. Auch Rauchen sollten Sie aufgeben, die Grippeimpfung wird mit steigendem Alter immer wichtiger und Stressvermeidung ist gesund.

Erkrankungen wie Diabetes und Herzrhythmusstörung können Sie dagegen mit den richtigen Medikamenten in den Griff bekommen, ohne das Risiko eines Schlaganfalls zu erhöhen. Wie Sie auch im hohen Alter fit und gesund bleiben, erfahren Sie in einschlägigen Büchern.

Bleiben Sie gesund!

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