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Seife herstellen – so einfach geht es

Das perfekte, selbst gemachte Geschenk für Ihre Lieben

Sie möchten etwas selbst gemachtes Verschenken oder suchen nach einem neuen Hobby? Wir verraten Ihnen, wie Sie Seife selber machen.

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Lesedauer 10 Minuten

Seife selber machen – ist das schwierig?

Es gibt viele Gründe, Seife selber herzustellen: Sie wissen, was drin ist, können den Geruch selbst bestimmen, sogar Peelingseifen herstellen und haben außerdem immer hübsche, persönliche Geschenke für liebe Freunde und Familie zur Hand. Seife kann jeder gebrauchen.

Seife selbst zu machen, ist dabei einfacher, als Sie vielleicht denken. Allerdings benötigen Sie die richtigen Zutaten und müssen bei der Herstellung vorsichtig sein. Denn bei der Herstellung von Rohseife kommt Natriumhydroxid zum Einsatz, welches die Haut angreifen und sogar verätzen kann. Nach dem Herstellungsprozess muss die Seife etwa vier Wochen ruhen und trocknen.

Es geht aber auch schneller und ohne potentiell gefährlichen Stoffe: Statt Seife von Grund auf selbst herzustellen, können Sie auch Rohseife oder Kernseife als Basis verwenden und im geschmolzenen Zustand nach Ihren Vorstellungen veredeln.

Diese Dinge benötigen Sie, um Seife selber herzustellen:

  • Handschuhe und Schürze
  • Topf
  • Kochlöffel
  • Küchenreibe
  • Messer
  • Seifenformen oder alternativ eine kleine Backform

Hinweis: Die verwendeten Geräte können Sie nach der Seifenherstellung nicht mehr zum Kochen verwenden.

Seife selber machen: die einfachsten Rezepte zum Einstieg

Möchten Sie sich an der Herstellung von Seife, zunächst einmal ausprobieren, empfehlen wir ein einfaches Rezept zum Seife selber machen mit geraspelter Kernseife.

Einfaches Seifenrezept für den Einstieg

Zutaten
300 g Kernseife
5 EL Kokosöl
2 EL Kokosmilch
3 EL Haferflocken
Zubereitung
  1. Raspeln Sie die Kernseife.
  2. Geben Sie die Seifenraspeln in einen Kochtopf und fügen Sie eine kleine Menge Wasser dazu.
  3. Erhitzen Sie den Topf und geben Sie schlückchenweise Wasser zur geraspelten Kernseife.
  4. Lassen Sie die Seife schmelzen. Das kann bis zu zwei Stunden dauern.
  5. Geben Sie das Kokosöl und die Kokosmilch in den Topf und rühren Sie die Haferflocken langsam unter.
  6. Geben Sie die flüssige Masse in kleine Seifenformen oder in eine kleine Backform.
  7. Lassen Sie die Seife trocknen und etwa zwei Wochen „reifen“, bevor Sie diese nutzen.

Der Arbeitsaufwand beträgt etwa 30 Minuten, der Zeitaufwand etwa drei Stunden.

Tipps: Verwenden Sie anstelle von Kernseife einfach Rohseife. Diese geruchslose und transparente Seife schmilzt schnell und kann dann nach Belieben verfeinert werden.
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Möchten Sie Seifenrezepte ausprobieren, die ein wenig anspruchsvoller sind, dann haben wir hier zwei weitere Rezepte für Sie.

Flüssigseife selber machen – so geht’s:

Zutaten

  • 100 g Kernseife oder Seifenreste
  • 1 L Wasser
  • 1 EL Kokosöl oder Olivenöl
  • Duftaroma nach Wahl
  • 1 Seifenspender

Zubereitung

  1. Raspeln Sie die Kernseife in feine Stücke.
  2. Schmelzen Sie die Kernseife gemeinsam mit dem Wasser in einem Topf.
  3. Fügen Sie Duftaromen wie ätherische Öle, Zitrone oder Honig zu der Seifenmasse.
  4. Füllen Sie die Flüssigseife in ein Gefäß und lassen Sie diese etwa einen Tag lang gehen. Rühren Sie die Masse dabei gelegentlich um.
  5. Mischen Sie das Kokosöl mit einem Mixer oder Schneebesen unter die Masse.
  6. Füllen Sie die fertige Flüssigseife in einen Seifenspender.

Der Arbeitsaufwand beträgt etwa 45 Minuten, der Zeitaufwand etwa 24 Stunden.

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So stellen Sie Rohseife selbst her

Rohseife können Sie kaufen oder mit etwas Geduld auch selbst herstellen. Stellen Sie die Seife selbst her, müssen Sie etwas vorsichtig sein: Eine wichtige Zutat von Rohseife, Natriumhydroxid (NaOH), agiert in der reinen Form ätzend.

Zutaten

  • 300 g Kokosöl
  • 400 ml Olivenöl
  • 350 ml Rapsöl
  • 150 g Natriumhydroxid
  • 300 ml destilliertes Wasser

Zubereitung

  1. Mischen und erwärmen Sie das Öl in einem großen Topf.
  2. Geben Sie das destillierte Wasser in ein Gefäß und lösen Sie nach und nach das Natriumhydroxid im Wasser auf. Gehen Sie hier sehr (!) langsam vor.
  3. Bei der Verbindung von destilliertem Wasser und NaOH entstehen Dämpfe und die Flüssigkeit erwärmt sich. Die Natriumhydroxidkristalle müssen sich vollständig im Wasser auflösen.
  4. Geben Sie dann die Lauge vorsichtig in den Topf mit dem etwa 50 grad warmen Ölen.
  5. Halten Sie etwas Abstand zu dem entstehenden Dampf und atmen Sie aufsteigende Dämpfe nicht direkt ein.
  6. Rühren Sie das Gemisch mit einem Mixer gut durch, bis die Masse dickflüssig wird.
  7. Jetzt können Sie die Masse in Seifenformen gießen und etwa zwei Tage ruhen lassen.
  8. Die Seife muss nun vier Wochen lang trocknen und hart werden. Lagern Sie die Rohseife an einem kühlen, gut belüfteten Ort – der Keller bietet sich an.

Der Arbeitsaufwand beträgt etwa 45 Minuten. Die fertige Seife können Sie nach etwa vier Wochen Trocknungszeit nutzen.

Tipp: Am besten sollten Sie eine größere Menge Seife selber machen. Diese können Sie später erneut einschmelzen und nach Wahl mit ätherischen Ölen, Meersalz, Kräutern, Blütenblättern, Fruchtstückchen und vielen weiteren Zutaten veredeln.

Achtung: Tragen Sie beim Hantieren mit Natriumhydroxid unbedingt eine Schürze, Handschuhe, eine Schutzbrille und einen Mundschutz und legen Sie alle Utensilien bereit, bevor Sie mit der Arbeit beginnen!

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